36. Eintrag – Montagsreihe: Es verfehlt den Sinn von Adoptionen, ein Bi_KoC zu adoptieren, um…

*English version below*

… es vor Ressourcenverteilungsungerechtigkeiten zu retten.

Es verfehlt den Sinn von Adoptionen, ein Bi_KoC zu adoptieren, um es vor Ressourcenverteilungsungerechtigkeiten zu retten.

Natürlich ist es wichtig, dass Eltern/Familien für ihre Kinder finanziell sorgen können. Halten wir aber fest, dass, wenn es darum geht, Kinder – und in diesem Fall Bi_KoC aus dem Globalen Süden – zu adoptieren, es kein Gesetz der Welt gibt, indem steht, dass ein Kind „adoptierbar“ wird, weil die Eltern/Familien nicht die gleichen materiellen Ressourcen haben, wie der Globale Norden oder dessen Standards nicht genügen. Der Globale Norden ist nicht – auch wenn gern anders dargestellt – das Nonplusultra oder Maßstab eines erfüllten Lebens. Über weniger Ressourcen zu verfügen als das, was der Globale Norden als „angebracht“ betrachtet, macht Eltern nicht zu Monstern oder unwürdig, ihre Kinder großzuziehen. Oder anders gesagt: Über diese Ressourcen zu verfügen, macht eine Person nicht automatisch zu einem „besseren“ Elternteil oder würdig, Kinder großzuziehen. Außerdem stützt die “Rettung” eines Kindes vor Ressourcenverteilungsungerechtigkeiten das Weiße Retter*innen Narrativ. Die sogenannte Rettung von Bi_KoC an allein materielle Ressourcen zu knüpfen, stellt die emotionalen Bedürfnisse und so auch die Menschlichkeit von Bi_KoC in den Hintergrund.

Geld und andere materielle Ressourcen sind nicht der Maßstab für Glück und Erfüllung oder einer guten Lebensqualität. Das sollten sie auch bei Adoptionen nicht sein. Durch die Setzung dieses Maßstabs werden Familien im Globalen Süden intersektional durch Rassismus und Klassismus diskriminiert.

Es gibt andere Wege Verteilungsungerechtigkeiten mit den eigenen Ressourcen auszugleichen als Kinder adoptieren, beispielsweise Vollpatenschaften. Ich sage es nochmal und solange, bis die Menschlichkeit in Bi_KoC allgemein, aber auch in Adoptionen anerkannt und gesehen wird: Wir sind Menschen. Wir sind keine Waren. Mensch sollte uns nicht mit dem bestgebotenen Geldpreis ersteigern können.

Familien: Do the work.

TRAs und Bi_PoC: Ich liebe uns.


36th Blog entry – Monday episode: It fails the purpose of adoptions to adopt Bi_KoC to…

… save them from resource distribution inequalities.

It fails the purpose of adoptions to adopt Bi_KoC to save them from resource distribution inequalities.

Of course it’s important that families/parents can provide for their children. But let us state that, when it comes to adopting children – or in this case Bi_KoC from the Global South -, there is no law in this world that states that children become „adoptable“ because their parents/families don’t have the material resources that the Global North considers „good enough“. The Global North is neither – although portayed differently – the nonplusultra nor the scale for a fulfilled life. Having less ressources than what the Global North considers „appropriate“ does not make parents monsters or unworthy of raising their children. Or differently put: Having these resources does not make you a „better“ parent or more worthy of raising a child. Also “saving” a child from resource distribution inequalities serves and promotes the white savior narrative. To pin the so said rescue of Bi_KoC solely against commodities and material resources of their birth families once again overshadows their emotional needs and by doing so their humanity, too.

Money and material resources are not the scale for happiness and fulfiness or a good quality of living. They shouldn’t be the scale for adoptions either. By setting that scale families in the Global South are intersectionally discriminated through racism and classism.

There are other ways than adoptions to use the own resources to create a balance in ressource distribution inequalities, e.g. full sponsorships. I am saying it again and will do so until people finally recognize and acknowledge the humanity in Bi_KoC in general but also when it comes to adoptions: We are human beings. We are not commodities the highest bitter gets to keep.

Families: Do the work.

TRAs and Bi_PoC: I love us.

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