Einstieg – Wie siehst du dich als Schwarze/r oder Black Indigenous Person of Color?

Willkommen zum ersten Eintrag meines Blogs!

In meinem ersten Eintrag will ich als Einstieg über das Schwarzsein an sich schreiben. Im Laufe des Blogs werden wir uns auf konkrete Themen, die dieses mit sich bringt, beziehen. Aber heute geht es erstmal nur um dein Schwarzsein und dich. Wie siehst du dich als Schwarze/r oder Black Indigenous Person of Color?

Jeder scheint irgendeine Meinung zu unserer Hautfarbe zu haben und muss diese auch unbedingt mitteilen. Obwohl ich ständig auf meine Hautfarbe angesprochen werde, fällt mir auf, dass ich nicht ein einziges Mal in meinem Leben gefragt wurde, wie ich es finde, Schwarz zu sein und, ob ich meine Hautfarbe mag. Alles, was immer gezählt hat, war, ob Andere meine Hautfarbe mögen und was sie denken, wie es ist, Schwarz zu sein. Abgesehen davon, dass es „super praktisch“ ist mit dem Sonnenbrand, kamen als Assoziationen immer nur negative Dinge, die unterstreichen sollten, wie schwer es doch sein muss, Schwarz zu sein. Die Ironie daran ist, dass die Leute, die mich auf meine Hautfarbe ansprechen, diese Aktion nicht zu den Dingen zählen, die das Schwarzsein ja so schwer machen. Aber genau ihr Drang, alle ihre Gedanken zu unserer Haut und unserem Leben als Schwarze/BIPoCs in einem Weißen Land zu teilen, sorgen dafür, dass es vielen von uns in Weißen Räumen, auch innerhalb unserer Familie, schwerfällt, sich auf positive Art und Weise damit zu identifizieren, Schwarz zu sein. Es zieht ganz ungewollte Aufmerksamkeit auf sich. Ständig fassen einem Leute in die Haare, wollen wissen, wo man „wirklich“ herkommt und loben das Deutsch. Dann fallen manchmal unangebrachte Witze oder dumme Bemerkungen über unsere Hautfarbe und Herkunft. Es ist nervig, es ist oftmals auch verletzend und es schränkt unseren Wohlfühlbereich deutlich ein. Das führt oft dazu, dass wir in unserem Schwarzsein lieber verschwinden und ins Weiß passen wollen, indem wir beispielsweise unsere Haare glätten, helleres Make Up benutzen oder Schwarze Themen nicht ansprechen. Wir setzen uns so viel mit Weißen Menschen und ihren Ideen zu unserer Hautfarbe auseinander, dass wir ganz vergessen, darauf zu achten, wie wir unsere Hautfarbe überhaupt sehen. Aber das können wir machen, indem wir uns einen Moment Zeit nehmen und uns, ganz unabhängig von Weißen Räumen, mit uns als Schwarze und BIPeople of Color auseinandersetzen.  

Nimm dir diesen Moment und sei der/die Einzige, der/die etwas über deine Hautfarbe und allem, was dazugehört, zu sagen hat. Wie siehst du dich als Schwarze/r oder BIPerson of Color? Wie nimmst du dich wahr? Und ganz wichtig: Was findest du gut oder nicht so gut daran, Schwarze/r oder BIPerson of Color zu sein? 

In einer Welt, in der wir mit unserem Erscheinungsbild ständig auffallen und Input dazu bekommen, ist unser Selbstbild ganz wichtig, weil es das einzige Bild von uns ist, das uns 24/7 begleitet.

Schreib mir gern deine Antworten auf die heutigen Fragen oder die Fragen, die du dir noch gestellt hast. 

Bis zum nächsten Mal!

Elli

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